April 2022 Bethanienrundbrief 

 

Liebe Freunde Bethaniens, liebe Schönstattfamilie,

 

zu Ostern 2022 soll Sie/Euch ein Ostergruß über unser Bethaniennetzwerk erreichen.

 

Viel Freude beim Osterimpuls von Andreas Rapp (Pfr. i. R. in Ersingen und Schönstattpriester)

 

Wer sich in irgendeiner Weise einklinken möchte in den Vorbereitungsweg auf unser Feiern der 50-Jahre-Heiligtum-in-Bethanien am 10. Juli, kann sich gerne bei uns melden.

 

Von Herzen     Maria Fischer, Georg und Marie-Luise Gerber

 


 

Auf dass sich das Herz öffne

 

Wir sind auf dem Weg durch die Karwoche auf Ostern zu, durch Leid und Tod zum neuen Leben. Wir wollen und dürfen mit Jesus diesen Weg gehen. Er war sich nicht zu schade, den Weg zu uns Menschen zu gehen. Er war sich nicht zu schade, sich zu den schmutzigen Füßen seiner Freude, sich in die Schuld und Feigheit hinabzubeugen. Er war sich nicht zu schade, das Kreuz und mit ihm die vielen Kreuze der Menschen auf sich zu nehmen, und am Kreuz sein Herz zu öffnen. Am Kreuz, wo seine Hände hilfos angenagelt waren, er einen qualvollen Tod erleiden musste, hat er sein Herz für uns geöffnet, hat er uns gesagt. Euer Leid und Kreuz ist mir nicht egal, es öffnet mein Herz.

 

Bei uns in Ersingen wohnt eine ukrainische Frau. Als der Krieg in ihrer Heimat ausbrach, hat sie sich gesagt, das Kreuz meiner Landsleute kann mir nicht egal sein, ich muss schauen, wie ich da helfen kann. Sie hat eine Initiative gestartet, Menschen mit offenen Herzen gefunden. Allein in meiner Heimatgemeinde Ersingen haben 13 Familien Wohnraum für die Flüchtlinge angeboten, so dass jetzt rund 40 Personen privat untergebracht sind. Vereine und Privatpersonen unterstüzten diese Initiative und an Ostern feiern wir zusammen Gottesdienst und sind dann zu einer Begegnung eingeladen. Die Initiatorin darf dankbar bekennen: Diese Unterstützung gibt mir die Kraft, weiterzugehen, weitere Kreise zu ziehen. Mitten in der Gewalt, mitten im Tod und Dunkel sind diese offene Herzen Zeichen für Leben, die an eine gute Zukunft glauben lassen. Mitten im Dunkel geht jemand mit, der mein Herz entzündet.

 

Das war auch die Erfahrung der Jünger auf dem Weg nach Emmaus. Der gewaltsame Tod Jesu hatte ihnen jegliche Freude genommen. Der Fremde, der mit ihnen geht, ein Herz für sie hat, öffnet ihre Herzen. Und als sie ihn beim Brotbrechen erkennen, dürfen sie einander sagen: „Brannte nicht unser Herz, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss.“ Und mit ihren brennenden Herzen haben sie sich zu den anderen aufgemacht. Brennende Herzen haben Kreise gezogen. So ist die junge Kirche gewachsen. Mit brennenden Herzen ist auch die Schönstattfamilie gewachsen. Den Jungen in Schönstatt hat Pater Kentenich gesagt: „Ich gebe Euch vor allem mein Herz.“ Mit ihm auf ihrem Weg haben auch die Jungen Feuer gefangen. Pater Kentenich hat viele Menschen im Herzen getragen und trägt auch uns in seinem Herzen. Dafür steht auch dieses goldene Herz, in das viele in Verbindung mit Bethanien ihre Namen eingeschrieben haben, und das normalerweise im Tabernakel im Heiligtum geborgen ist. Es will sich jetzt auf das Jubiläum auf den Weg machen, es will unsere Herzen beWEGen, es will unsere Herzen zum Brennen bringen, mit uns neue Kreise ziehen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gesegnete Kar- und Ostertage!

Andreas Rapp, Pfr.i.R.

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