Maria Lichtmeß 2022 Bethanienrundbrief 

 

Liebe Freunde des Heiligtums in Bethanien,

 

am 10. Juli feiern wir den 50. Geburtstag unseres Heiligtums der Vaterliebe in Bethanien.
Mit Maria Lichtmess wollen wir den Geistlichen Weg auf dieses Fest miteinander beginnen:

Dankbarkeit und Freude über den Ort verbindet uns; ebenso die Sorge um die Zukunft des Ortes.
In diesem Bewußtsein möchten wir zu einem Vorbereitungsweg einladen:

  1. Wir möchten zu den Festen des Kirchenjahres dieses Jahr besonders geistig miteinander verbunden sein. Aus deren Reichtum neu unser Herz öffnen lassen für Gottes Anregungen in uns und um uns.
     
  2. Ab dem 22. Mai wird es eine 7-wöchige Novene geben auf den 10. Juli hin.
     
  3. Es wird möglich sein, das goldene Herz, das in der Zeit der Verbannung zwischen der Gemeinschaft der Frauen von Schönstatt und P. Kentenich entstanden und gepilgert ist, in unseren Hauskirchen daheim zu empfangen und zu beherbergen.
     

Mögen diese Schritte unser Herz öffnen für das was der Himmel uns JETZT in diesem denkwürdigen Jahr zuspielen möchte:     zum Empfangen     und im Herzen erwägen.

Miteinander durch das Heiligtum der Vaterliebe verbunden

 

Heute dürfen wir uns beschenken lassen durch den Impuls zum Fest Maria Lichtmeß von Pfr. Andreas Rapp
Für das Vorbereitungsteam     Georg & Marie-Luise Gerber

 

 

Damit sich das Herz öffne -

Gedanken zum Fest Maria Lichtmess

Menschen mit offenen Herzen sehen wir auf dem Bild. Da ist der alte Simeon. Der Geist hat ihm sein Herz geöffnet, so heißt es im Evangelium. Er lebt aus der Verheißung, dass er den Messias sehen werde. Dazu braucht er viel Geduld. Sein Leben lang musste er warten. Er hätte den Mut verlieren können, aber die Sehnsucht hält sein Herz offen. Er lässt sich vom Geist in den Tempel führen, wo seine Sehnsucht in Erfüllung geht. Er darf den Messias sehen, allerdings in einem kleinen Kind. Die anderen im Tempel haben Jesus nicht wahrgenommen, er dagegen darf den Messias in dem kleinen Kind entdecken. Man sieht nur mit der Herzen gut, das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar (Antoine de Saint-Exupéry). Simeon sagt fast Gegensätzliches über den kleinen Jesus: Er wird ein Licht sein zur Erleuchtung der Heiden, aber auch, er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird, und zu Maria sagt er. Dir wird ein Schwert durch die Seele dringen. Während Simeon Maria mit offenem Augen anschaut und Worte über Jesus findet, schaut Maria in sich hinein, nimmt die Wort in sich auf und schweigt. Des Öfteren hören wir im Evangelium, dass Maria alles, was geschieht, in ihrem Herzen bewahrt und es erwägt. Dazu sagt Papst Franziskus in seiner Neujahrsansprache:

Zunächst einmal bewahrt Maria, das heißt, sie verliert nichts. Sie lehnt das, was geschieht, nicht ab. Sie bewahrt alles in ihrem Herzen, alles, was sie gesehen und gehört hat. Die schönen Dinge, wie das, was der Engel ihr gesagt und was die Hirten ihr erzählt hatten. Aber auch die Dinge, die schwer anzunehmen waren: das Problem, vor der Hochzeit schwanger geworden zu sein, und nun die trostlose Armseligkeit des Stalls, in dem sie entbunden hatte. Das also tat Maria: Sie trifft keine Auswahl, sie bewahrt alles. Sie nimmt die Wirklichkeit an, so wie sie kommt, sie versucht nicht, etwas zu verbergen oder zu beschönigen, sie bewahrt alles im Herzen. Und dann ist da noch die zweite Haltung. Wie bewahrt Maria alles? Sie bewahrt es, indem sie es erwägt. Das im Evangelium verwendete Verb verweist auf die inneren Zusammenhänge der Dinge: Maria stellt ihre verschiedenen Erfahrungen nebeneinander und erkennt deren verborgene Zusammenhänge. Dies außergewöhnliche Geschehen vollzieht sich in ihrem Herzen, in ihrem Gebet. Sie stellt zwischen Gutem und Schlechtem einen Zusammenhang her, sie hält beides nicht getrennt, sondern vereint es. Und so erfasst sie den vollen Sinn, die Perspektive Gottes. In ihrem mütterlichen Herzen begreift sie, dass die Herrlichkeit des Höchsten durch die Demut hindurchgeht; sie nimmt den Heilsplan an, wonach Gott in einer Krippe liegen sollte. Sie sieht das zerbrechliche und zitternde göttliche Kind und akzeptiert das wunderbare göttliche Ineinander von Größe und Kleinheit. So bewahrt Maria: indem sie alles erwägt.

In ihrer Hand hält Maria die Gaben der Armen, 2 Turteltauben. Sie kann nur ihre Armut bringen, in einer offenen Hand hält sie die Tauben, mit der anderen schützt sie sie. Sie kann ihrem göttlichen Sohn auch nicht mehr geben, als die offene und die beschützende Hand, sie kann ihm nicht mehr geben als ihr offenes Herz, und das gibt sie ihm ganz.

Und in der Mitte sehen wir Jesus, den Simeon in die Höhe hält. Er schaut uns an und segnet uns. Im kleinen Kind öffnet Gott sein Herz für uns - ganz -.

 

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